Gedenken zum 82. Jahrestag der Pogromnacht in Berlin

Gedenken zum 82. Jahrestag der Pogromnacht in Berlin

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) will am Montag der nationalsozialistischen Novemberpogrome von 1938 gedenken.

Ein Davidstern auf einem Grabstein

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Ein Davidstern auf einem Grabstein

Am 82. Jahrestag der antisemitischen Pogromnacht ist eine Kundgebung um 18.30 Uhr am Mahnmal Levetzowstraße in Moabit geplant, wie die Organisation am Freitag mitteilte. Als Redner soll unter anderem der Zeitzeuge und Shoa-Überlebende Kurt Hillman zu hören sein, der 1933 in Berlin geboren wurde. Außerdem spricht Ellen Händler, die aus einer jüdischen Familie stammt, die während der Nazizeit mehr als 80 Angehörige verloren hat.
An der Veranstaltung nehmen den Angaben zufolge auch Vertreter der sozialistisch-jüdischen Jugendbewegung Hashomer Hatzair teil, die 1938 von den Nazis verboten und 2011 in Berlin neu gegründet wurde. Außerdem werde die Initiative «Wir waren Nachbarn» ihren neuen Gedenkrundgang zur Geschichte jüdischer Berlinerinnen und Berliner vorstellen.
Die Organisatoren hoffen nach eigenen Angaben, dass trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie viele Menschen die Erinnerung an die Pogromnächte nutzen, um ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Bei den Novemberpogromen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Mitbürger.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 9. November 2020 08:50 Uhr

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