Gewerkschaft GEW: Mehr Anstrengungen für sichere Schulen

Gewerkschaft GEW: Mehr Anstrengungen für sichere Schulen

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert vom Berliner Senat mehr Anstrengungen für sichere Schulen in der Corona-Pandemie. «Im Angesicht immer weiter steigender Fallzahlen müssen dringend mehr Vorkehrungen zum Schutz der Beschäftigten sowie der Kinder und Jugendlichen vor Ansteckungen getroffen werden», erklärte die GEW-Landesvorsitzende Doreen Siebernik am Donnerstag. Sie begrüßte, dass Bildung von Bund und Ländern als gesellschaftliche Priorität angesehen werde. «Damit Bildung aber gelingen kann und Schulen wie Kitas geöffnet bleiben, dürfen die Pädagog*innen nicht erkranken.»

Stühle stehen in einer Schule auf den Tischen

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Stühle stehen in einer Schule auf den Tischen.

Der Beschluss von Bund und Ländern vom Mittwoch zum Herunterfahren des öffentlichen Lebens ab Montag bei weiter offenen Schulen gebe keine Antwort, wie die Bildungseinrichtungen dauerhaft offengehalten werden können, kritisierte Siebernik. Für weiterführende Schulen fordert die GEW unter anderem kleinere Lerngruppen und einen Wechsel von Präsenz- und Distanzlernen bei einer Halbierung der Stundentafel für den Präsenzunterricht. An Grundschulen sei eine feste, phasenweise Zuordnung von Lehrkräften und Erziehern zu nur einer Lerngruppe nötig, um eine deutliche Kontaktreduzierung zu erreichen.
Seit Donnerstag gilt für Berlins Schulen ein vor den Herbstferien beschlossener Stufenplan, bei dem je nach Zahl der Corona-Infektionen für jede Schule individuelle Regeln festgelegt werden. Er umfasst die vier Stufen Grün, Gelb, Orange und Rot. Darauf basieren dann unterschiedlichste Maßnahmen, etwa strengere Hygienevorkehrungen bis hin zu einer Maskenpflicht im Unterricht, Einschränkungen für gemischte Lerngruppen oder eine Kombination von Schul- und Heimunterricht. Nach Einschätzung der GEW ist der Plan angesichts des Infektionsgeschehens in Berlin bereits überholt. Die Gesundheitsämter könnten die regelmäßigen Schulprüfungen nicht leisten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 29. Oktober 2020 17:47 Uhr

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