Belastung mit Ambrosia gering bis mäßig

Belastung mit Ambrosia gering bis mäßig

Am Ambrosia-Hotspot Berlin-Adlershof war die Pollenbelastung in diesem Jahr gering bis mäßig. «Die Höchstwerte lagen bei fünf Pollen pro Kubikmeter Luft», sagte Derk Ehlert von der Umweltverwaltung der Deutschen Presse-Agentur. Ab vier Pollen pro Kubikmeter gelte die Luft als mäßig belastet. Die Schwelle der mäßigen Belastung sei nur gering überschritten worden, so Ehlert.

Eine junge Ambrosia-Pflanze wächst auf einem Feld

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Eine junge Ambrosia-Pflanze wächst auf einem Feld.

Seit 2018 werden die hochallergenen Pflanzen in Adlershof durch das Pflanzenschutzamt bekämpft. Größere Ambrosia-Bestände seien darüber hinaus in Gatow, Kladow, in einer Grünanlage in Mitte, auf einer Fläche am Bahnhof Südkreuz sowie einer Fläche in den Forsten in Hermsdorf bekannt, so Ehlert.
Die Pflanze werde grundsätzlich durch Mahd, Ausreißen und Ausgraben bekämpft. «Diese Maßnahmen haben sich als am erfolgversprechendsten herausgestellt», so Ehlert. Anders als bei anderen invasiven Arten - wie etwa dem Götterbaum - sei der Bestand an Ambrosia in Berlin noch überschaubar. Die Bestände konnten laut Ehlert in den vergangenen Jahren deutlich reduziert werden.
Berliner können der Verwaltung per E-Mail unter Ambrosia@SenUVK.berlin.de auch Vorkommen melden. Bestätigte Meldungen werden im Ambrosia-Atlas Berlin-Brandenburg eingetragen. «Allerdings erweisen sich 90 Prozent der eingegangenen Meldungen als Irrtümer, da es etliche ähnlich aussehende Pflanzen gibt und es oft zu Verwechselungen kommt», sagte Ehlert. Gemeldet würden insbesondere «Weißer Gänsefuß» und «Beifuß».
Die Ambrosia-Pflanze (Beifußblättriges Traubenkraut) wurde vor mehr als 150 Jahren nach Europa eingeschleppt. In Berlin treten die ein- und mehrjährigen Ambrosia seit einigen Jahren verstärkt auf. Ambrosia-Pollen verursachen bei Allergikern Heuschnupfen mit den bekannten Symptomen wie Brennen und Jucken der Augen und verstopfter Nase. Von den aggressiven Pollen reichen wenige Exemplare, um allergische Reaktionen auszulösen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 22. Oktober 2020 08:44 Uhr

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