Dobrindt fürchtet «faktischen Lockdown»

Dobrindt fürchtet «faktischen Lockdown»

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sieht angesichts der deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen die Gefahr eines Lockdowns. «Die aktuellen Corona-Zahlen zeigen: Die Befürchtungen sind real, dass wir im Dezember zu täglichen Infektionszahlen von über 19 000 kommen können, wenn wir politisch nicht entschlossen handeln», sagte Dobrindt am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen eine solche Entwicklung dringend vermeiden, um nicht in eine Art faktischen Lockdown zu kommen, weil sich zu viele Menschen in Deutschland gleichzeitig in Quarantäne aufhalten müssen.»

Alexander Dobrindt (CSU) und Horst Seehofer (CSU)

© dpa

Alexander Dobrindt (r), CSU-Landesgruppenchef, telefoniert vor Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Gerade in Großstädten wie Berlin lasse die Disziplin erkennbar nach, und die Stadtpolitik mache erhebliche Fehler, kritisierte der CSU-Politiker. Dobrindt nannte die Zulassung großer Feiern und Festivals sowie fehlende Kontrollen bei der Einhaltung von Hygiene-Regeln. «Das alles trägt leider erheblich zur Verbreitung des Virus bei. Lokale Ausbrüche müssen aber gerade lokal und konsequent bekämpft werden. Bayern hat mit Garmisch und München gezeigt, wie das gelingen kann. Der Berliner Senat scheint hier vollkommen neben der Spur zu sein.»
Ähnlich hatte sich Dobrindt am Samstag bereits in der «Passauer Neuen Presse» geäußert.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 10. Oktober 2020 12:53 Uhr

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