Eine Million Rosen: Schau über Angela Davis und die DDR

Eine Million Rosen: Schau über Angela Davis und die DDR

Die Verbindung zwischen der US-amerikanischen Kommunistin Angela Davis (76) und der DDR steht im Fokus einer Ausstellung in Dresden. Die Schau «1 Million Rosen für Angela Davis» sei keine reine Hommage an die Bürgerrechtlerin und charismatische Intellektuelle, sagte die Direktorin des Albertinums. Vielmehr stehen das Archivmaterial und 52 Kunstwerke aus DDR-Zeiten sowie teils für die jetzige Ausstellung entstandene zeitgenössische Arbeiten im Dialog.

Aufbauarbeiten in Ausstellung «1 Million Rosen für Angela Davis»

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Aufbauarbeiten in der Ausstellung «1 Million Rosen für Angela Davis»

Ihre Schöpfer beziehen sich darin direkt oder indirekt auf Davis und ihr bis in die Gegenwart zur Black-Lives- Matter-Bewegung reichendes Wirken für soziale Gerechtigkeit, gegen Rassismus und Sexismus. Die laut Wagner erste Präsentation dieser Art zu Davis wird am Freitag eröffnet und ist bis Mitte Januar 2021 zu sehen.
Hunderttausende DDR-Bürger hatten sich Anfang der 1970er Jahre an der von offizieller Stelle geleiteten Postkarten-Kampagne «Eine Million Rosen für Angela» für die Freilassung der Philosophie-Professorin beteiligt. Sie wurde als «Heldin des anderen Amerikas» stilisiert, in Osteuropa und linken Kreisen weltweit zur Ikone der Revolution. Nach ihrer Freilassung war die in einem Terrorismusprozess freigesprochene Black-Power-Aktivistin im September 1972 jubelnd von DDR-Bürgern in Ost-Berlin empfangen worden - dann auch in Dresden.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 9. Oktober 2020 05:22 Uhr

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