Geisel: Schauen bei Rechtsextremismus in Behörden hin

Geisel: Schauen bei Rechtsextremismus in Behörden hin

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat bekräftigt, dass Rechtsextreme in den Sicherheitsbehörden der Hauptstadt nichts zu suchen haben. «Wir können nicht zulassen, dass extremistische Einzelne die hervorragende Arbeit der überwältigenden Mehrheit in Misskredit bringen», sagte Geisel am Dienstag mit Blick auf eine zuvor vorgestellte Statistik des Bundesamtes für Verfassungsschutz.

Andreas Geisel spricht

© dpa

Andreas Geisel (SPD), Innensenator Berlins, spricht.

Demnach wurden zwischen Anfang 2017 und 2020 bundesweit 319 Rechtsextremismus-Verdachtsfälle in Sicherheitsbehörden registriert, darunter 53 in Berlin. Die Hauptstadt liegt damit neben Hessen und Nordrhein-Westfalen an der Spitze.
«Das sind ohne Zweifel 53 Fälle zu viel», bemerkte Geisel mit Blick auf die Berliner Zahlen. «Dass sie bekannt geworden sind, bedeutet auch: Wir schauen sehr genau hin und treten auf allen Ebenen extremistischen Vorfällen konsequent entgegen. Wegschauen hilft nicht.» Vor kurzem war bekannt geworden, dass sich Berliner Polizisten in einer Chatgruppe regelmäßig rassistisch geäußert haben sollen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. Oktober 2020 17:57 Uhr

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