Dehoga: Gastwirte können falsche Angaben kaum verhindern

Dehoga: Gastwirte können falsche Angaben kaum verhindern

Berlins Gastwirte sehen kaum Möglichkeiten zu verhindern, dass Gäste schummeln, wenn sie im Restaurant ihren Namen hinterlassen sollen. «Wenn jemand einfach einen anderen, falschen Namen schreibt, hat der Gastronom keine Chance», sagte der Hauptgeschäftsführer der Dehoga Berlin, Thomas Lengfelder, am Mittwoch (30. September 2020) der Deutschen Presse-Agentur.

Corona-Liste in einer Gaststätte

© dpa

Eine Angestellte in einer Pizzeria, auf deren Theke ein Zettel zur Besucherregistrierung liegt.

Etwas anderes sei es bei offensichtlichen Fake-Namen wie Donald Duck. «Da muss der Gastronom kurz draufgucken und sagen "Trag mal bitte deinen richtigen Namen ein"», sagte Lengfelder. «Aber er ist nicht befugt, den Personalausweis zu verlangen. Gastronomen sind Unternehmer und keine Aufsichtsbehörde.»

Vor- und Familiennamen, Telefonnummer, Anschrift oder E-Mail-Adresse und Anwesenheitszeit müssen angegeben werden

Laut der geltenden Infektionsschutzverordnung müssen Gäste Vor- und Familiennamen, Telefonnummer, Anschrift oder E-Mail-Adresse und Anwesenheitszeit angeben. Gastronomen sind verpflichtet, eine solche Anwesenheitsdokumentation zu führen, Gäste dazu, vollständige und zutreffende Angaben zu machen. «Wir appellieren seit vielen Wochen an Gastwirte und Gäste, dass sie sich an die Dokumentationspflicht halten sollen», sagte Lengfelder. «Das ist auch kein Kavaliersdelikt, wenn man das nicht macht. Es betrifft letztendlich uns alle, wenn die Verordnung wieder verschärft wird.»

Gastronomiebetriebe ohne Hygienekonzept sollten gemieden werden

Er gehe davon aus, dass die große Mehrzahl der Berliner Gastronomen sich daran halte. «Ich kann nur an den Gast appellieren: Wenn ich in einen Gastronomiebetrieb gehe, der kein Hygienekonzept hat, auf keine Abstandsregeln achtet, keine Gäste registriert, dann bin ich durchaus in der Lage zu sagen, dann gehe ich woanders hin», sagte Lengfelder. «Wenn ein Gastronom einem Gast das vorlegt und der sich weigert, das auszufüllen, auch wenn die Zeit noch so hart ist, dann muss ich sagen: "Tut mir leid, dann müssen Sie woanders hingehen".»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. September 2020 16:27 Uhr

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