An den Berliner Kliniken wird weiter gestreikt

An den Berliner Kliniken wird weiter gestreikt

Bei den kommunalen Kliniken in Berlin geht der Warnstreik weiter. Am Mittwoch (30. September 2020) findet unter dem Motto «Klatschen war gestern, heute ist Zahltag» eine Demonstration mit Kundgebung - vom Roten Rathaus bis zum Pariser Platz - statt.

Die Sonne scheint auf das Hauptgebäude der Charité

© dpa

Die Sonne scheint auf das Hauptgebäude der Charité.

Damit will die Gewerkschaft Verdi im aktuellen Tarifkonflikt Druck machen. Zeitgleich kommen in Berlin ebenfalls die Gesundheitsminister des Bundes und der Länder zusammen, auch hier plant Verdi eine Kundgebung.
Corona-Studie
© Max-Planck-Gesellschaft

Große Berliner Corona-Studie

Wie erging es Ihnen vor, während und nach dem Lockdown? Ihre Erfahrungen sind wichtig - damit wir derartige Herausforderungen zukünftig besser bewältigen können. mehr

Der Warnstreik hatte mit Start der Frühschicht am Dienstag begonnen. Laut Verdi legten pro Schicht zwischen 400 und 500 Beschäftigte ihre Arbeit zwischenzeitlich nieder. Aufgerufen war das gesamte Pflegepersonal der Charité- und Vivantes-Kliniken. Weil etwa geplante, nicht lebensnotwendige Operationen verschoben wurden und bestimmte Stationen vom Streik ausgenommen waren, gab es keine größeren Einschränkungen für die Patienten. Auch am zweiten Tag soll die Versorgung sichergestellt sein. Verdi rechnet am Mittwoch ebenfalls mit rund 500 gleichzeitig Streikenden. Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst waren zuvor ins Stocken geraten. Gefordert wird seitens der Gewerkschaft unter anderem eine Pflegezulage von 300 Euro, eine bessere Bezahlung im Öffentlichen Gesundheitsdienst und die Begrenzung der Arbeitszeit im Rettungsdienst auf 45 Stunden pro Woche.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 30. September 2020 09:03 Uhr

Weitere Meldungen