Demo gegen Räumung linker Hausprojekte vorzeitig aufgelöst

Demo gegen Räumung linker Hausprojekte vorzeitig aufgelöst

Eine Demonstration gegen die Räumung mehrerer linker Hausprojekte in Berlin ist am Samstagabend (12. September 2020) von den Veranstaltern aufgelöst worden. Der Protestzug unter dem Motto «Feminismus auf die Straße tragen - Freiräume verteidigen» wurde an der Köpenicker Straße spontan beendet, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte.

Polizei

© dpa

Polizisten gehen durch eine Fußgängerzone.

Die Demo richtete sich unter anderem gegen die Schließung der Kreuzberger Kneipe «Syndikat» und die Räumung des Wohnprojekts «Liebig 34». Der Zug war demnach zunächst mit einigen hundert Teilnehmern gestartet und wuchs auf eine Menge «im unteren vierstelligen Bereich» an, sagte der Sprecher. Anmelderin war eine Einzelperson. Teilnehmer zündeten Pyrotechnik und einen Nebeltopf. Rund 20 Anzeigen wurden notiert. Der Grund für die Auflösung ist den Sicherheitskräften nicht bekannt. «Das Weiterlaufen der Demonstranten musste ab diesem Zeitpunkt von uns unterbunden werden, weil die Veranstaltung aufgelöst war». 350 Einsatzkräfte haben den Protestzug vor Ort begleitet, insgesamt standen nach Angaben des Sprechers 700 Beamte bereit.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 14. September 2020 09:32 Uhr

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