Elternvertreter: Berlins Schüler brauchen schnelles Internet

Elternvertreter: Berlins Schüler brauchen schnelles Internet

Berliner Elternvertreter fordern bei der Digitalisierung der Schulen vom Senat deutlich mehr Tempo. Schnelles Internet, bezahlbare Internetanschlüsse für Schüler und Laptops für alle Lehrer seien sinnvolle Ziele, sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Über solche Hilfen für eine bessere Bildung hatten sich am Donnerstagabend mehrere Kultusminister mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) ausgetauscht. Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) war nicht dabei.

Schnelles Internet

© dpa

Ein Leerrohr mit einem Zettel «Kabel», in das später ein Glasfaserkabel verlegt wird.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, ist geplant, dass jeder Lehrer einen Dienstlaptop bekommt und jedem Schüler ein günstiger Zugang zum Internet ermöglicht wird, der maximal zehn Euro im Monat kosten soll. Außerdem solle jede Schule in Deutschland zügig an schnelles Internet angeschlossen werden. Es wird demnach mit Kosten von rund 500 Millionen Euro gerechnet.
Er hoffe sehr, dass das nicht nur zur Beruhigung von Eltern beitragen soll, sagte Heise. «Wir alle wissen, dass es seit Jahren den Digitalpakt gibt, der einfach nicht bei den Schulen ankommt.» Er forderte, dass alle Berliner Schulen mit Breitbandanschluss ausgestattet werden sollten. Das sei unverzichtbar, wenn es wegen Corona-Infektionen wieder zu Teilschließungen von Schulen komme und Kinder zu Hause unterrichtet werden müssten. Das gehe nicht ohne ausreichend Bandbreite, die etwa für Videokonferenzen nötig sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 14. August 2020 13:36 Uhr

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