Mauerbau begann vor 59 Jahren: Zentrales Gedenken in Berlin

Mauerbau begann vor 59 Jahren: Zentrales Gedenken in Berlin

Vor 59 Jahren begann der Bau der Berliner Mauer, der die deutsch-deutsche Teilung besiegelte. Sie ging erst mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 zu Ende.

  • Berliner Mauer (1)© dpa
    18.08.1961, DDR, Berlin: Unter der Aufsicht von bewaffneten Volkspolizisten errichtet eine Ostberliner Maurerkolonne am an der sowjetisch-amerikanischen Sektorengenze am Potsdamer Platz eine Mauer.
  • Berliner Mauer (2)© dpa
    Die Gedenkstätte Berliner Mauer auf dem früheren Todesstreifen an der Bernauer Straße.
  • Berliner Mauer (4)© dpa
    18.08.1961, DDR, Berlin: Unter den wachsamen Augen von bewaffneten Volkspolizisten sind seit dem Freitagmorgen (18.08.1961) Ostberliner Bauarbeiter dabei, eine Mauer entlang der Sektorengrenze auszubauen.
  • Gedenkstätte Berliner Mauer© dpa
    Ein Mann bei der Gedenkstätte Berliner Mauer.
  • Berliner Mauer (3)© dpa
    Ein überwachsenes Stück der Berliner Mauer an der Liesenstraße.
Mit einem zentralen Gedenken wird in Berlin heute (13. August 2020) an den Mauerbau und die Opfer der deutschen Teilung erinnert.

Coronabedingt nur 20 Gäste beim zentralen Gedenken

In der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße werden Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet. Wegen der Corona-Pandemie dürfen laut Mauer-Stiftung in diesem Jahr nur 20 Gäste kommen. In der Kapelle der Versöhnung auf dem früheren Todesstreifen werden zunächst Zeitzeugen sprechen. Am Denkmal sollen dann Kränze niedergelegt werden.

«Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz»

Müller mahnte mit Blick auf den Jahrestag, die Erinnerung an Unfreiheit und Diktatur wach zu halten. Es gebe eine gemeinsame Verantwortung, Freiheit und Demokratie zu schützen, gerade in Zeiten, in denen sie erneut gefährdet seien. Was Unfreiheit bedeutet, hätten die Berlinerinnen und Berliner durch die Teilung der Stadt rund 28 Jahre lang direkt erfahren. «Berlin ist und bleibt deshalb die Stadt der Freiheit und der Toleranz», so Müller.
Nach Angaben der Stasi-Unterlagen-Behörde waren Anfang der 60er Jahre Abertausende Menschen aus der DDR geflüchtet. Das Land habe vor dem Ruin gestanden. Die Staatsmacht habe sich nicht anders zu helfen gewusst, als das eigene Volk einzusperren. Eine unüberwindbare Mauer sollte die Massenflucht stoppen und der SED die Macht sichern.

Zahlreiche Menschen starben durch das DDR-Grenzregime

In Berlin starben nach dem Mauerbau nach wissenschaftlichen Erkenntnissen mindestens 140 Menschen durch das DDR-Grenzregime. An einer Studie, wonach an der etwa 1400 Kilometer langen deutsch-deutschen Grenze mindestens 327 Menschen ums Leben kamen, war Kritik aufgekommen. Es war angekündigt worden, Teile des Forschungsprojekts zu überprüfen.
Mauerverlauf
© dpa

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. August 2020 08:30 Uhr

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