Wirtschaft pocht auf Schulöffnung im Regelbetrieb

Wirtschaft pocht auf Schulöffnung im Regelbetrieb

Die Berliner Wirtschaft pocht trotz Corona-Pandemie auf einen Schulbeginn mit Präsenzunterricht für alle Schüler. «Es ist höchste Zeit, dass der Regelbetrieb an den Berliner Schulen wieder startet», erklärten Industrie- und Handelskammer (IHK), Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga), Handelsverband und die Unternehmensverbände (UVB) am Samstag.

Viertklässler stehen vor Unterrichtsbeginn vor einer Schule

© dpa

Schülerinnen und Schüler stehen vor dem Unterricht mit Abstand auf dem Schulhof.

«Es liegt im Interesse der Unternehmer und ihrer Mitarbeiter, dass ihre Kinder wieder verlässlich unterrichtet und betreut werden», hieß es in der gemeinsamen Stellungnahme weiter. «Berlin muss nun die Balance zwischen Gesundheitsschutz und Wiederbelebung der Wirtschaft schaffen.» Damit der Neustart des Schulbetriebs gelinge, müssten Hygienepläne und Vorsorge für den Fall getroffen werden, dass an einer Schule Infektionen auftreten.
Am Montag beginnt in Berlin das neue Schuljahr - ohne Mindestabstand, dafür mit Maskenpflicht in Schulgebäuden außer im Unterricht und Hygienekonzept. Die Bildungsgewerkschaft GEW hält das für fahrlässig und fordert kleine Lerngruppen und eine Mischung aus Präsenzunterricht und häuslichem Lernen.
Die Wirtschaftsverbände lehnten das «entschieden» ab. «Für die Wirtschaft, die Mitarbeiter und ihre Familien wäre dies eine nicht vertretbare und derzeit unverhältnismäßige Belastung.» Nötig seien indes mehr digitale Lösungen: «Politik und Verwaltung müssen die Digitalisierung des Unterrichts sowie die Umsetzung moderner Unterrichtsformen mit aller Kraft vorantreiben - für einen verlässlichen Unterricht für alle Schüler.» Die vergangenen Monate hätten verdeutlicht, wie groß der Nachholbedarf an dieser Stelle sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 8. August 2020 11:21 Uhr

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