Letzte DDR-Grenzsäulen entlang der Neiße verschwinden

Letzte DDR-Grenzsäulen entlang der Neiße verschwinden

Fast 30 Jahre nach der Wiedervereinigung verschwinden bis zum Herbst die letzten Markierungssäulen aus DDR-Zeiten entlang der deutsch-polnischen Grenze.

Alte DDR-Grenzsäulen entlang der Neiße verschwinden

© dpa

Eine Grenzsäule der DDR ist am Grenzmuseum Sorge zu sehen.

Die fast 60 Jahre alten Grenzzeichen aus Beton stehen nur noch bis Ende September im Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, wie in Dresden der Staatsbetrieb Geobasisinformation und Vermessung Sachsen am Mittwoch mitteilte. Dabei sind fünf von ihnen - auf der Jeanetteninsel an der Doppelbrücke und den Parkwiesen - frei zugänglich und drei nur aus der Ferne auf der Wehrinsel zu sehen.
Nach Angaben der Behörde werden derzeit alle 307 deutschen Grenzsäulen an der deutsch-polnischen Grenze in Sachsen ersetzt - von Süden nach Norden. Der Austausch der von Wind und Wetter beeinträchtigten Markierungen aus den 1960er Jahren stehe vor dem Abschluss. Die Betonsäulen wurden nach 1990 mit einem schwarz-rot-goldenen Kunststoffüberzug versehen. Ihre «Nachfolger» sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff und etwa drei Meter hoch - wobei sie nur 2,10 Meter aus der Erde ragen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. August 2020 14:13 Uhr

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