Volkstheater Rostock: Grünes Licht für Berliner Architekten

Volkstheater Rostock: Grünes Licht für Berliner Architekten

Beim Architekturwettbewerb zum Neubau des Rostocker Volkstheaters hat das Berliner Architektenbüro Hascher Jehle den Zuschlag bekommen. Das gab der für die Immobilien der Stadt zuständige Eigenbetrieb KOE bekannt. Der Entwurf bilde die Grundlage für eine neue kulturelle Ära der Stadt, sagte Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos). Das künftige Theater am sogenannten Bussebart beim Stadthafen, für das Kosten in Höhe von 110 Millionen Euro veranschlagt sind, respektiere die städtebaulichen Strukturen. Es ermögliche mit seinem Panoramadeck einen beeindruckenden Blick über den Stadthafen.

Wie eine KOE-Sprecherin sagte, hat das Land eine Beteiligung von 51 Millionen Euro zugesichert. Der Baubeginn werde voraussichtlich im Jahr 2023 sein, es sei mit einer vierjährigen Bauzeit zu rechnen. Die Entscheidung bedeutet für Rostock und das Volkstheater einen selbstbewussten Schritt in die Zukunft, sagte der Intendant des Rostocker Volkstheaters, Ralph Reichel. «Der Bau wird ein Highlight im Stadtbild sein.»
Unterdessen übte Finanzminister Reinhard Meyer (SPD) beim zweiten geplanten Großprojekt, dem archäologischen Landesmuseum im Stadthafen, Druck auf die Hansestadt aus. Der Neubau soll 55 Millionen Euro kosten, 40 Millionen will das Land beisteuern. «Unser Anteil steht bereit, aber Rostock muss jetzt Gas geben», sagt Meyer der «Ostsee-Zeitung» (Donnerstag). Es sei eine Finanzierungsvereinbarung ausgehandelt worden. «Sobald die Bürgerschaft zustimmt, können wir loslegen.»
Er könne sich für das Landesmuseum beispielsweise einen Bau wie die Oper in Oslo vorstellen, sagte Meyer. «Dort können die Besucher auf das Dach steigen, haben einen tollen Ausblick.» Vor 2028 werde das Museum nicht fertig sein.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 16. Juli 2020 11:47 Uhr

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