Hölty-Preis für Lyrik geht an Marion Poschmann

Hölty-Preis für Lyrik geht an Marion Poschmann

Der mit 20 000 Euro dotierte Hölty-Preis für Lyrik der Stadt Hannover und der Sparkasse Hannover geht in diesem Jahr an die in Berlin lebende Dichterin, Romanautorin und Essayistin Marion Poschmann. Die Autorin habe einen neuen Typus des Naturgedichts entwickelt, der die ästhetische Erfahrung von Landschaft auf neue Fundamente stelle - in ihrem neuen Band «Nimbus» habe sie ihre Dichtkunst noch weiter verfeinert, begründete die Jury. Es handele sich um den höchstdotierten Lyrikpreis im deutschsprachigen Raum, teilte die Stadt am Freitag mit. Poschmann wurde 1969 im rheinischen Neuss geboren und vielfach ausgezeichnet.

«Marion Poschmanns fabelhaftes Gedichtbuch enthält filigran konstruierte, von Natur- und Kunsterfahrung getragene Texte, die uns die Welt vor Augen stellen, als sähen wir sie zum ersten Mal», heißt es in der Begründung der Jury. Sie finde «eine ungeheuer bildstarke Sprache für naturgeschichtliche Urszenen».
Die an den Dichter Hölty erinnernde Auszeichnung wird seit 2008 im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Frühere Preisträger sind Norbert Hummelt, Christoph Meckel, Silke Scheuermann und Thomas Rosenlöcher. Ludwig Christoph Heinrich Hölty verbrachte seine letzten Lebensjahre in Hannover, wo er 1776 im Alter von nur 28 Jahren starb. Der Preis wird am 17. September im Sprengel Museum in Hannover an Poschmann überreicht.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. Juni 2020 16:37 Uhr

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