Nabu: Blaumeisensterben macht sich auch in Berlin bemerkbar

Nabu: Blaumeisensterben macht sich auch in Berlin bemerkbar

Ein für Blaumeisen tödlicher Krankheitserreger macht sich laut Naturschutzbund Berlin (Nabu) auch in der Hauptstadt bemerkbar. Die Zahl der Blaumeisen, die bei der jährlichen Mitmach-Aktion «Stunde der Gartenvögel» gemeldet wurde, sei mit 4745 im Vergleich zu 2019 um ein Viertel eingebrochen, teilte der Nabu am 04. Juni 2020 mit.

Blaumeisen

© dpa

Eine Blaumeise ist in einem Garten zu sehen.

Schon in den Monaten zuvor waren in mehreren Regionen Deutschlands viele tote Blaumeisen gemeldet worden, als Ursache wurde das Bakterium Suttonella ornithocola gefunden. Blaumeisen liegen damit in der Berliner Zählaktion auf Platz acht der am häufigsten gemeldeten Vögel. Unangefochten an der Spitze bleibt der mehr als 23 000 Mal gemeldete Spatz, vor Star und Mauersegler. Wie der Nabu weiter mitteilte, nahmen bei der Aktion nun mehr als doppelt so viele Menschen in Berlin teil wie im Vorjahr: rund 5700. Sie meldeten 104 140 Vögel. Mit den Daten will der Nabu Trends über die Entwicklung der Bestände erkennen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. Juni 2020 16:29 Uhr

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