Erwerbslose in Berlin im Vergleich stärker von Armut bedroht

Erwerbslose in Berlin im Vergleich stärker von Armut bedroht

Berliner Erwerbslose sind vergleichsweise häufig davon bedroht, in die Armut abzugleiten. Gut 59 Prozent von ihnen gelten nach der amtlichen Statistik als armutsgefährdet, wie das Bundesarbeitsministerium für das Jahr 2018 mitteilte.

Eine Frau zählt die Münzen in ihrer Hand

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Eine Frau zählt die Münzen in ihrer Hand.

Als armutsgefährdet gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens hat. Für 2018 lag diese Schwelle für ganz Deutschland bei 1035 Euro im Monat für einen Einpersonenhaushalt. Bundesweit galten nach Daten des Mikrozensus 57,4 Prozent aller Arbeitslosen als armutsgefährdet. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung lag die Quote 2018 bei 15,5 Prozent.
Weil viele Arbeitslose in den vergangenen Jahren eine Stelle gefunden haben, stieg das mittlere Einkommen, wie das Ministerium auf eine Anfrage der Linken im Bundestag antwortete. Erwerbslos seien zudem zunehmend Geringqualifizierte und Menschen, deren Partner ebenfalls nur ein niedriges Einkommen haben. Wie die Corona-Krise die Daten beeinflussen könnte, wurde in der Anfrage nicht abgefragt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 21. Mai 2020 10:31 Uhr

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