Lothar de Maizière: Einheitsdenkmal als «ermunterndes Zeichen»

Lothar de Maizière: Einheitsdenkmal als «ermunterndes Zeichen»

Der erste und letzte frei gewählte Ministerpräsident der DDR, Lothar de Maizière, hat mit Freude auf den Baustart für das Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin reagiert.

Lothar de Maizière

© dpa

Lothar de Maizière.

«Gerade im 30. Jahr der deutschen Einheit ist der Baubeginn ein ermunterndes Zeichen, sich an die Sternstunde der jüngsten deutschen Geschichte zu erinnern», teilte de Maizière am Mittwoch mit.
Der Bürgerverein Deutsche Gesellschaft e.V., dessen Vorsitzender de Maizière ist, habe sich seit 15 Jahren für den Bau des Denkmals engagiert und für den Berliner Schlossplatz als Standort geworben, hieß es weiter. Nun könne das jahrelange Engagement, die Friedliche Revolution und damit die deutsche Freiheits- und Einheitsgeschichte zu würdigen, Früchte tragen.
Auf dem Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals vor dem künftigen Humboldt Forum soll eine riesige begehbare Waage an die friedliche Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Der Bundestag hatte das Denkmal schon 2007 erstmals beschlossen. Doch ein gescheiterter Wettbewerb, Meinungsverschiedenheiten im Siegerteam und Bedenken von Denkmal- und Tierschützern sorgten für immer neue Verzögerungen. Es ging auch um den Schutz von Fledermäusen im Sockel.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 20. Mai 2020 21:28 Uhr

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