Thüringen und Berlin für Corona-Zuschlag auf Grundsicherung

Thüringen und Berlin für Corona-Zuschlag auf Grundsicherung

Die rot-rot-grün regierten Länder Thüringen und Berlin haben im Bundesrat eine gemeinsame Initiative zur Aufstockung der Grundsicherung für einkommensschwache Menschen in der Coronakrise eingebracht. Ihnen solle zeitlich befristet ein Zuschlag von monatlich 100 Euro gezahlt werden, teilte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Freitag mit.

Profitieren sollen Empfänger von verschiedenen Formen der Sozialleistung wie Grundsicherung für Arbeitsuchende, Rentner und Erwerbsgeminderte und Hilfe zum Lebensunterhalt sowie Leistungen für Asylbewerber. «Gerade Menschen, die Leistungen der Grundsicherung in Anspruch nehmen, trifft die Krise besonders hart», erklärte Werner in einer Mitteilung.
Sie verwies darauf, dass etwa das regelmäßige Mittagessen für Schul- und Kindergartenkinder wegen der wochenlangen Schließung von Schulen und Kitas weggefallen sei. Dies bedeute eine finanzielle Mehrbelastung für die Familien. «Die Sicherung des Existenzminimums sollte hinter allen bislang unternommenen Anstrengungen für die Wirtschaft, der Einführung des Kurzarbeitergeldes und Zuschussprogrammen für Unternehmen nicht zurückfallen», sagte Werner.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Mai 2020 13:37 Uhr

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