Weitere Schulöffnung: Elternvertreter fürchten Probleme

Weitere Schulöffnung: Elternvertreter fürchten Probleme

Die weitere Schulöffnung ab Montag, den 11. Mai 2020 ist nach Einschätzung der Elternvertreter für Schulen und Schüler eine echte Herausforderung.

Klassenzimmer

© dpa

Tische sind in einem Klassenzimmer mit dem vorgeschriebenen Mindestabstand aufgestellt.

«Dass die fünften Klassen kommen sollten, war bekannt», sagte der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Norman Heise, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Dass jetzt aber auch die ersten Klassen mit dabei sind, das hat vielen den Boden unter den Füßen weggerissen.»

Schulen müssen Organisation selbst übernehmen

Wie das machbar sei, müssten jetzt die Schulen organisieren. «Natürlich sehen wir da Schwierigkeiten, vor allem vor dem Hintergrund der personellen und räumlichen Ressourcen.» Wie viele Lehrer überhaupt unterrichten können oder zur Risikogruppe gehören und das nicht dürfen, sei sehr unterschiedlich, sagte Heise.
«Das ist in der Kürze der Zeit eine riesengroße Herausforderung für die Schulen», sagte er. Er gehe davon aus, dass die Kinder der ersten Klassen erst im Laufe der Woche dazu kommen werden. «Es ist den Schulen auch nicht zumutbar, innerhalb des heutigen Tages - morgen ist ein Feiertag - das zu organisieren mit allem, was dazu gehört.» Auch für die Eltern sei es schwierig, von den Entscheidungen so kurzfristig zu erfahren.

Kein Homeschooling mehr - Eltern atmen auf

Viele Eltern habe die Entscheidung, die Schulen weiter zu öffnen, aber gefreut, sagte Heise. «Mit Sicherheit die, die sagen: «Mein Kind muss mal wieder zur Schule und ich brauche mal wieder Raum zum kurz Durchatmen.» Denn diese letzten Wochen waren für viele sehr aufreibend, die Doppelbelastung, Homeoffice und Homeschooling zu machen und den Alltag in der Familie auf die Beine zu stellen.»

Schule im Regelbetrieb noch nicht möglich

Wenn die übrigen Klassen ab dem 29. Mai dazukommen, wird es nach Heises Ansicht sehr unterschiedliche Unterrichtsmodelle und Schichtsysteme geben. Das könne zum Beispiel so aussehen, dass einige Gruppen nur jeden zweiten oder jeden dritten Tag kommen oder auch nur einmal die Woche. «Ich glaube, es ist vernünftig, den Schulen diese Entscheidung zu überlassen.» Mit Schule im Regelbetrieb wie vor den Schulschließungen im März sei jedenfalls noch nicht zu rechnen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Mai 2020 13:27 Uhr

Weitere Meldungen