Landeselternausschuss: Fragen bei Schulöffnung noch unklar

Landeselternausschuss: Fragen bei Schulöffnung noch unklar

Die Schulen schrittweise wieder zu öffnen, hält Berlins Elternausschuss-Vorsitzender Norman Heise für richtig. Viele Fragen seien aus Elternsicht aber noch ungeklärt. So leuchte die Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle ein, zunächst Grundschulen und die Sekundarstufe 1 wieder zu öffnen. Gerade für die Grundschüler könne das wochenlange Lernen zu Hause anstrengend und langweilig werden.

Leeres Klassenzimmer

© dpa

Stühle stehen auf den Tischen in einem leeren Klassenzimmer.

Das Einhalten der Abstandsregeln in der Grundschule hält Heise allerdings für schwierig: «Wie geht das zum Beispiel in der Hofpause?», fragt der Elternvertreter. «Natürlich wollen die dann miteinander reden, die haben sich wochenlang nicht gesehen.» Ohne zusätzliches Aufsichtspersonal gehe das nicht. Wichtig sei auch, sich rechtzeitig zu überlegen, wie das Essen in den Mensen organisiert werden könne. «Da ist ein anderer Takt als vorher nötig.»
Wann die Schulen wieder öffnen sollten, sei keine bildungspolitische Frage. «Wir wissen noch nicht genug über das Virus, um beantworten zu können, was passiert, wenn die Schulen wieder auf sind», sagte Heise. Eine schrittweise Öffnung sei aber vernünftig.
In den 7. bis 10. Klassen der Sekundarstufe I könnte sich der Unterricht auf Kernfächer konzentrieren, sagte Heise. «Eine Frage ist: Wo ist viel Wissen nicht vermittelt worden, das nun nachgeholt werden muss?» Dabei sollte ein Schwerpunkt auf Inhalte gelegt werden, die für Prüfungen wichtig seien. Denkbar ist aus Sicht der Elternvertreter, den Unterricht aufzuteilen, also die Schüler der 7. bis 10. Klassen an vier Tagen der Woche zu unterrichten, die der Oberstufe an einem Tag für die Leistungskurse.
Wichtig sei auch, die hygienischen Standards zu überprüfen, die nach Einschätzung des Elternausschusses in Berlin sehr unterschiedlich seien. Seife und Einmalhandtücher müssten aber überall ausreichend zur Verfügung stehen, damit Schüler sich tatsächlich regelmäßig die Hände waschen könnten. Außerdem müssten die Schulen noch intensiver gereinigt werden als vor der Schließung üblich.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 15. April 2020 11:34 Uhr

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