500 000 Schutzmasken sollen an Altenpflege gehen

500 000 Schutzmasken sollen an Altenpflege gehen

Von den zwei Millionen Schutzmasken, die am Wochenende in Berlin angekommen sind, soll etwa ein Viertel der Altenpflege zu Gute kommen.

Aufnahme einer Atemschutzmaske vom Typ FFP3

© dpa

Aufnahme einer Atemschutzmaske vom Typ FFP3.

500 000 Stück Mund-Nasen-Schutz gingen schnell in diesen Bereich, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Abgeordnetenhaus. Generell sei trotz der Lieferung von nennenswertem Umfang nicht der Gesamtbedarf an Ausrüstung gedeckt. Bund und Länder seien bei der Beschaffung in der gleichen Situation.
Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Tim-Christopher Zeelen, warf der Senatorin mangelnde Transparenz vor: So gebe es etwa keine Übersicht, wann was wo bestellt worden sei, sagte er.
Kalayci betonte, Berlin prüfe bei den Angeboten sehr genau die Seriosität und greife nicht immer sofort zu. Auch der Transport sei ein großes Problem. So lägen noch eine Million Mundschutze in Peking. Kalayci zufolge wird zunehmend auch Schutzausrüstung gespendet. Die Qualität entspreche zwar nicht der dringend benötigten, aber man nehme angesichts der Notsituation alles, was reinkomme.
Ihre Gesundheitsverwaltung sei bezüglich der Bevorratung mit Schutzausrüstung nicht kalt erwischt worden, sagte Kalayci. Man habe Schutzkleidung gehabt und diese dem öffentlichen Gesundheitsdienst gegeben. Andere Bereiche hingegen hätten offenbar gedacht, eine Pandemie werde nie kommen. Darüber sei nach der Krise zu sprechen. Für die nun eingetroffenen zwei Millionen Atemmasken und 300 000 Schutzkittel aus China war ein Amtshilfeersuchen an die Bundeswehr gestellt worden. Das Material sollte ab Montag verteilt werden - neben Pflegeheimen auch an Kliniken und Polizei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 6. April 2020 12:21 Uhr

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