Klimapaket: Ostdeutsche Textilbranche kritisiert Belastung

Klimapaket: Ostdeutsche Textilbranche kritisiert Belastung

Die Textilindustrie in den neuen Bundesländern hat das Klimapaket des Bundes kritisiert. Es belaste gerade mittelständische Unternehmen in «unzumutbarer Weise», teilte der Branchenverband vti am Dienstag in Chemnitz mit. Die internationale Wettbewerbsfähigkeit sei angesichts steigender Energiekosten und des geplanten Emissionshandels gefährdet, hieß es. Die Textilproduktion - vom Färben bis hin zum Beschichten - sei mit energieintensiven Prozessen verbunden.

Ein Mann sortiert Garnspulen nach der Färberei

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Ein Mann sortiert Garnspulen nach der Färberei und Veredlung in der Alterfil Nähfaden GmbH.

In einem Schreiben forderten die Textilunternehmen im Osten die Ministerpräsidenten in Sachsen, Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt daher zum Handeln auf. Sie sollten sich für eine Entlastung der Wirtschaft einsetzen, etwa indem der Einsatz von Brennstoffen in speziellen industriellen Prozessen nicht von dem geplanten Emissionshandel erfasst werde.
Die Bundesregierung hatte im Oktober weitere Bausteine für mehr Klimaschutz beschlossen. Dazu zählt unter anderem der CO2-Preis, der fossile Heiz- und Kraftstoffe verteuern soll.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. November 2019 16:12 Uhr

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