Wärmehalle statt Kältebahnhöfe für Obdachlose

Wärmehalle statt Kältebahnhöfe für Obdachlose

In diesem Winter werden für Obdachlose in Berlin keine U-Bahnhöfe als Übernachtungsplätze offen gehalten. Stattdessen solle es für die Menschen, die die Angebote der Kältehilfe nicht nutzen wollen oder können, eine niedrigschwellige Anlaufstelle in Kreuzberg geben, sagte Regina Kneiding, Sprecherin der Senatsverwaltung für Soziales am Donnerstag. Zuvor hatte die «Berliner Zeitung» darüber berichtet.

Ziel sei es gewesen, ein besseres Angebot als die Übernachtung am Bahnhof zu schaffen, so Kneiding. Die Alternative ist ein Zentrum in der Gitschiner Straße 15, das von der Sozialgenossenschaft Karuna betreut wird. Die Platzzahl in der sogenannten Wärmehalle sei flexibel. Öffnen soll sie laut dem Zeitungsbericht am 15. November.
Wegen Sicherheitsbedenken sollte es die Kältebahnhöfe eigentlich schon im vergangenen Winter nicht mehr geben - mangels Alternativen war es aber doch zu einer Einigung gekommen. Letztlich standen die U-Bahnhöfe Moritzplatz und Lichtenberg Obdachlosen offen. In den Einrichtungen der Kältehilfe sind zum Beispiel Alkoholkonsum und Hunde nicht erlaubt. Auch psychische Erkrankungen können ein Grund sein, warum Menschen die Kältehilfe nicht nutzen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 31. Oktober 2019 11:28 Uhr

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