«Die SPD steht bereit, Verantwortung zu übernehmen»

«Die SPD steht bereit, Verantwortung zu übernehmen»

Trotz massiver Verluste hat sich die SPD in Thüringen für eine weitere Regierungsbeteiligung angeboten. «Die SPD steht bereit, Verantwortung zu übernehmen», sagte Spitzenkandidat Wolfgang Tiefensee am Montag in Berlin. «Wir sind eine stabilisierende Kraft», sagte er. Es werde dem Bundesland gut tun, wenn auch die SPD weiter regiere.

Wolfgang Tiefensee auf einer Parteiveranstaltung

© dpa

Wolfgang Tiefensee, Vorsitzender der SPD Thüringen und Wirtschaftsminister des Landes, auf einer Parteiveranstaltung.

Auch eine Minderheitsregierung der bisherigen Bündnispartner Linke, SPD und Grüne sei eine der möglichen Varianten - «in dem Moment, wo es eine Tolerierung gibt, die fest ist», sagte Tiefensee. «Es muss stabile Verhältnisse geben.» 
Interimsparteichefin Malu Dreyer zeigte sich enttäuscht über das Ergebnis. Die Ausgangslage sei schwierig gewesen wegen einer Polarisierung zwischen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und der AfD. Aber auch insgesamt befinde sich die SPD in keiner guten Situation. Viele Menschen warteten darauf, wer den Parteivorsitz übernehme und welche Orientierung es gebe. Diese Fragen würden auf dem Parteitag der SPD im Dezember beantwortet. «Die Leistungen, die in der Bundesregierung getätigt werden, gehen vollkommen unter», sagte Dreyer. Geschockt zeigte sich Dreyer vom Erfolg für die AfD. 

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 28. Oktober 2019 12:38 Uhr

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