Erste Schule der Berliner «Schulbauoffensive» eröffnet

Erste Schule der Berliner «Schulbauoffensive» eröffnet

Der erste Neubau der milliardenschweren «Schulbauoffensive» in Berlin ist zum Start des neuen Schuljahres eröffnet worden. In Mahlsdorf entstand für 34,8 Millionen Euro eine Integrierte Sekundarschule, in der 550 Schüler der Klassen 7 bis 13 lernen. Es handelt es sich dabei um eine sogenannte Schnellbauschule, die zum Teil aus vorgefertigten Holzelementen gebaut wurde. Zwischen Grundsteinlegung und Eröffnung lag lediglich knapp ein Jahr.

Erstmals wurden Teile eines neuartigen, durch Offenheit geprägten Raumkonzepts sowie neue pädagogische Standards verwirklicht. So können Unterrichtsräume etwa auch für den Ganztagesbetrieb genutzt werden. Zu der Schule gehört eine Turnhalle, die auch Vereinen offenstehen soll.
Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte am Montag, die neue Schule sei ein Ort für modernen und zeitgemäßen Unterricht und ein Ort der Begegnung. Aus Sicht von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) zeigt das Projekt, dass Schnelligkeit beim Bauen und Qualität nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen.
Weil viele Berliner Schulen in Folge jahrelanger Sparpolitik marode sind und gleichzeitig die Schülerzahl steigt, hatte Rot-Rot-Grün 2017 ein Schulbauprogramm beschlossen. Bis 2026 sollen für 5,5 Milliarden Euro rund 60 neue Schulen entstehen sowie Hunderte bestehende saniert werden. Am kommenden Samstag geht mit der Grundschule in der Konrad-Wolf-Straße in Lichtenberg der zweite Neubau an den Start.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 5. August 2019 10:20 Uhr

Weitere Meldungen