Aktivisten protestieren beim Bundesjägertag gegen Fuchsjagd

Aktivisten protestieren beim Bundesjägertag gegen Fuchsjagd

Zum Start des Bundesjägertages in Berlin haben Aktivisten gegen die Jagd auf Füchse protestiert. Weder aus wildbiologischer noch aus gesundheitlicher Sicht bestehe dafür ein Grund, erklärten die Initiatoren der Tierrechtsorganisation Peta. Eine Aktivistin, die Unterwäsche sowie Fuchs-Ohren und -Schwanz trug, stellte auf dem Boden liegend den Tod der Tiere in einer Falle nach. «Fuchsmassaker stoppen!», war auf einem Transparent zu lesen. Peta bezeichnet die Fuchsjagd als Jäger-«Hobby» und lehnt sie generell ab.

Protest gegen Fuchsjagd

© dpa

Aktivisten der Tierrechtsorganisation Peta protestieren gegen die Jagd auf Füchse. Foto: Paul Zinken

Der Deutsche Jagdverband (DJV) widersprach solcher Kritik. So sei die Jagd auf Raubsäuger wie Füchse zum Beispiel «eine wichtige Stellschraube, um bedrohten Arten zu helfen». Insbesondere am Boden brütende Vögel verlören sonst zu viele Eier und Küken. In der heutigen Kulturlandschaft reguliere sich die Natur nicht selbst.
Weiter betonte der DJV, die in Deutschland zugelassenen Fallen seien tierschutzgerecht. «Jagdgegner zeigen immer wieder Fotos von sogenannten Tellereisen, um zu schockieren.» Deren Einsatz sei allerdings schon seit Jahrzehnten verboten. Laut DJV-Statistik wurden im Jagdjahr 2017/18 knapp 430 000 Füchse getötet. Auf dem Bundesjägertag, der bis Freitag dauert, wollten sich die Teilnehmer mit Themen wie Wolf, Wildschwein und invasiven Arten beschäftigen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 6. Juni 2019 14:10 Uhr

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