Lindner für sachliche Auseinandersetzung mit Klimaaktivisten

Lindner für sachliche Auseinandersetzung mit Klimaaktivisten

FDP-Chef Christian Lindner hat sich für eine nüchterne und sachliche Auseinandersetzung mit den jugendlichen Klimaaktivisten von «Fridays for Future» ausgesprochen. Wer junge Menschen in ihrem Protest wirklich ernst nehme, müsse sich mit ihren Anliegen beschäftigen und gegebenenfalls auch fachlichen Widerstand entgegensetzen, sagte Lindner am Freitag bei seiner Rede auf dem 70. FDP-Parteitag in Berlin.

Christian Lindner

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Christian Lindner, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der FDP. Foto: Britta Pedersen

Die Bundestagsabgeordnete und Innenexpertin Linda Teuteberg aus Brandenburg soll dort zur Generalsekretärin gewählt werden. Sie löst Nicola Beer ab, die die Partei als Spitzenkandidatin in die Europawahl Ende Mai führt. Der Parteitag geht am Sonntag zu Ende.
Lindner sagte: «Fridays for Future» argumentiere «hypermoralisch». Und diejenigen, denen eigentlich ihr Protest gelte, hofierten das Engagement besonders. Er halte das für «opportunistisch». Die Forderungen der Aktivisten, 180 Euro pro Tonne CO2-Ausstoß zu verlangen, bedeuteten für eine vierköpfige Familie 8000 Euro pro Jahr zusätzlich, argumentierte Lindner. Die anderen Parteien schwiegen dazu, fügte er hinzu. Die FDP sage, dies sei zu hoch und auch unnötig.
Die FDP stelle indessen die Ziele des Klimaschutzes nicht infrage. Aber um dieses umzusetzen, bedürfe es einer «starken Wirtschaft», die die Technologie dafür zur Verfügung stelle. Eine starke Wirtschaft sei nicht ein «Zweck an sich», aber Mittel und Weg, «damit diese Gesellschaft ihre Ziele erreichen kann».
Im Übrigen könne natürlich jeder klimapolitische Ziele formulieren, auch Jugendliche, sagte Lindner weiter. Aber zur technischen Umsetzung seien eben Profis nötig.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 26. April 2019 16:30 Uhr

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