Giffey: Mehr Ostdeutsche in Führungsverantwortung bringen

Giffey: Mehr Ostdeutsche in Führungsverantwortung bringen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat dazu aufgerufen, mehr Menschen aus den neuen Bundesländern in Führungsverantwortung zu bringen. Die in Frankfurt (Oder) geborene SPD-Politikerin kritisierte, dass in den Chefetagen deutscher Unternehmen Ostdeutsche nur mit etwa zwei Prozent vertreten seien.

SPD-Ostkonvent

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Manuela Schwesig (alle SPD, l-r), Martin Dulig, Andrea Nahles, Dietmar Woidke, Franziska Giffey, und Olaf Scholz. Foto: Sebastian Willnow

«Die Menschen in Ostdeutschland sind doch nicht weniger talentiert. Aber sie haben vielleicht manchmal nicht die gleichen Netzwerke und die gleichen Strukturen über Jahre, wie es Menschen haben, die in einem anderen System großgeworden sind», sagte Giffey am Samstag bei einem SPD-Ostkonvent in Erfurt. Daher müsse der Fokus darauf gerichtet werden, wie man mehr Ostdeutsche in Führungsverantwortung bringen könne.
Laut einer Studie der Universität Leipzig aus dem Jahr 2016 besetzen Ostdeutsche lediglich 1,7 Prozent aller betrachteten Führungspositionen in Deutschland. Ihr Bevölkerungsanteil beträgt jedoch 17 Prozent.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. April 2019 14:20 Uhr

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