Inklusion: Lemke fordert gemischte Teams im Breitensport

Inklusion: Lemke fordert gemischte Teams im Breitensport

Willi Lemke, ehemaliger UN-Sonderberater für Sport, will die Inklusion vorantreiben und fordert gemischte Mannschaften im Breitensport. Das sagte er beim Parlamentarischen Abend des Deutschen Behindertensport-Verbandes (DBS) am Mittwoch in Berlin. «Wir müssen die Barrieren in den Köpfen verbannen. Warum spielen wir keine Meisterschaften auf lokaler Ebene mit gemischten Mannschaften aus Behinderten und Nicht-Behinderten?», fragte der langjährige Manager des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen und frühere Innensenator der Hansestadt.

Willi Lemke

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Willi Lemke, Sportfunktionär, will die Inklusion vorantreiben. Foto: B. Pedersen/dpa/Archiv

In seiner Rolle bei den Vereinten Nationen bereiste der SPD-Politiker nach eigener Aussage 120 Länder. «Vergleiche ich die, liegen wir in Deutschland unter den Top 5. Aber dennoch haben wir noch viel zu tun», sagte er.
Das Grund-Problem sei das Geld. «Wir geben für den Sport generell zu wenig aus. Da rede ich nicht von Medaillen-Prämien bei Olympia, sondern eher über sanitäre Anlagen in Sporthallen und den Zustand der Hallen insgesamt. Viele sind so schlimm, dass die Kinder da nicht mehr aufs Klo gehen und warten, bis sie zu Hause sind», sagte Lemke. Natürlich habe in dem Zusammenhang die Barriere-Freiheit eine entscheidende Bedeutung. Diese müsse überall gewährleistet werden, wenn Sportstätten umgebaut werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. April 2019 10:30 Uhr

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