Dzembritzki: Kein Stadionbau ohne Lösung für Anwohner

Dzembritzki: Kein Stadionbau ohne Lösung für Anwohner

Dem Berliner Olympiapark stehen unabhängig von einem Stadionbau von Fußball-Bundesligist Hertha BSC massive Veränderungen bevor. Ein wesentlicher Punkt ist, mehr Leben auf die Anlage zu bringen. Um das zu gewährleisten, muss Hertha BSC allem Anschein nach Abstriche machen. «Mit Hertha wird gesprochen, auf den einen oder anderen Trainingsplatz zu verzichten, wenn wir andere Nutzer aufs Gelände holen wollen», sagte Sport-Staatssekretär Alexander Dzembritzki (SPD) auf einer von Bündnis 90/Die Grünen initiierten Podiumsdiskussion am Donnerstagabend in der Bildungsstätte der Landessportjugend.

Hertha BSC Flagge

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Die Flagge von Hertha BSC steht bei einer Trainingseinheit auf dem Rasen. Foto: Soeren Stache/Archivbild

Sven Spannekrebs vom Vorstand der Einrichtung erklärte, dass die Bildungsstätte im Falle des Stadionbaus weichen müsste. Hertha sollte in diesem Fall neue Räume finanzieren, so dass der Betrieb uneingeschränkt weiterlaufen könne. Hertha BSC will bis 2025 ein privat finanziertes Stadion bauen lassen und braucht dazu die Zustimmung von Berlin als Eigentümer des Olympiaparks.
Dzembritzki machte klar, dass für ein Ja des Senats zum Stadionbau Bedingungen erfüllt sein müssen: «Wir stimmen nicht zu, wenn keine Lösung für die betroffenen Anwohner, deren Häuser weichen müssten, und die Bildungsstätte getroffen wird, und das in unmittelbarer Nähe der gegenwärtigen Standorte.»
Dr. Christoph Rauhut, Direktor des Landesdenkmalamtes Berlin wartete mit einer Forderung auf: «Der Olympiapark ist ein nationales Denkmal. Da muss sich auch der Bund an den Investitionen beteiligen und ich denke, das will er auch.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 28. März 2019 21:50 Uhr

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