Nach Anschlag in Neuseeland: Polizei schützt Moscheen

Nach Anschlag in Neuseeland: Polizei schützt Moscheen

Nach dem Anschlag auf Besucher zweier Moscheen in Neuseeland am vergangenen Freitag hat die Polizei auch in Berlin die Sicherheitsvorkehrungen rund um islamische Gebetsstätten verstärkt. Vor verschiedenen Moscheen waren während der Freitagsgebete Polizisten postiert, um etwaige Anschläge zu verhindern. Zuvor hatte am Freitagmorgen Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) erhöhte Sicherheitsvorkehrungen angekündigt.

Man werde alles für den Schutz muslimischer Mitbürger tun, hieß es von der Senatsverwaltung für Inneres. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte nach den Anschlägen betont, Berlin bleibe die Stadt der Freiheit - auch und gerade für muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Süleyman Kücük, Vorsitzender der Sehitlik Moschee am Columbiadamm in Neukölln, äußerte sich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur positiv über die Maßnahmen. Auch vor seiner Moschee seien Polizisten stationiert gewesen. Dabei dürfe es aber nicht bleiben: «Diese Präsenz wünschen wir uns das ganze Jahr», sagte Kücük.
Im neuseeländischen Christchurch hatte vor einer Woche ein Rechtsextremist auf die Besucher von zwei Moscheen geschossen. Bei dem Anschlag kamen 50 Menschen ums Leben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. März 2019 16:40 Uhr

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