Stiftung gibt von Nazis entwendete Zeichnung zurück

Stiftung gibt von Nazis entwendete Zeichnung zurück

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat eine Zeichnung des Romantikers Carl Philipp Fohr (1795-1818) aus dem Berliner Kupferstichkabinett an die Erben des früheren Eigentümers Karl Mayer zurückgegeben. Der Eisenwarengroßhändler und Sammler Mayer (1894–1976) war noch vor Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler aus dem bereits von Judenfeindlichkeit geprägten Deutschland ins Exil gegangen. Er verlor seinen Betrieb in Darmstadt durch Zwang, die Sammlung wurde ausgeschlachtet.

Das Blatt, das die Berliner Museen 1941 auf dem Kunstmarkt erwarben, war nach Angaben der Stiftung vom Montag aufgrund eines Stempels zweifellos der Sammlung Mayers zuzuordnen. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, freute sich über die Restitution: «Die systematische Erforschung der Provenienzen unserer Sammlungen ist essenziell, um das in der NS-Zeit geschehene Unrecht aufzuarbeiten.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 18. März 2019 12:40 Uhr

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