Sozialsenatorin Breitenbach plant Zeltstädte für Obdachlose

Sozialsenatorin Breitenbach plant Zeltstädte für Obdachlose

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) prüft die Unterbringung von Obdachlosen in sogenannten Zeltstädten. «Es geht um Obdachlose, die Angebote in Notquartieren nicht in Anspruch nehmen können oder wollen», sagte die Senatorin in der Zeitung «B.Z. am Sonntag». Es handele sich demnach «oft» um Osteuropäer, «die seit Ende 2016 keinen Anspruch auf einen Wohnheimplatz haben». Betroffen seien auch Obdachlose, die sich in Heimen nicht an Regeln wie dem Verbot von Haustieren, Alkohol und Drogen halten können.

Elke Breitenbach (Linke)

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Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) sitzt während der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus. Foto: Christoph Soeder/Archiv

Die Unterbringung in Zelten solle nur für eine begrenzte Zeit möglich sein, «drei bis sechs Monate». Die Zelte könnten auf Brachen «in einer unproblematischen Lage» aufgebaut werden. Hierzu sei jedoch die Zustimmung der Bezirke notwendig. Es seien WCs, Waschmöglichkeiten und Sozialmitarbeiter nötig. «Wir haben die Obdachlosen sowieso auf der Straße», betone Breitenbach in der Zeitung. Die Armut werde noch weiter ansteigen.
Wilde Zeltcamps von Obdachlosen in Berlin-Mitte werden regelmäßig geräumt. «Damit hat man aber kein Problem gelöst», sagte Breitenbach. Die Menschen würden nur «von A nach B» vertrieben werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 17. März 2019 14:20 Uhr

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