Kinderhilfswerk: Zu wenig Mitsprache für Kinder und Teenager

Kinderhilfswerk: Zu wenig Mitsprache für Kinder und Teenager

Das Deutsche Kinderhilfswerk hat erneut mangelnde Beteiligungsrechte für Kinder und Jugendliche in Deutschland kritisiert. So dürften Teenager bisher nur in vier Bundesländern mit 16 Jahren an Landtagswahlen teilnehmen, heißt es in einer Studie, die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde. Nur elf Bundesländer erlaubten die Beteiligung an Kommunalwahlen ab 16. «Kinder und Jugendliche werden durch frühe Beteiligungserfahrungen auch in ihren sozialen Kompetenzen gefördert», betonte Thomas Krüger, Präsident des Kinderhilfswerks. Frühe Beteiligung leiste darüber hinaus einen langfristigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

Trotz einiger Verbesserungen würden Kinder und Jugendliche auch in ihren Schulen oft noch nicht angemessen beteiligt, heißt es in der Studie. Zum Beispiel sei die Wahl von Klassensprechern selten ab der ersten Klasse festgeschrieben. Ferner sei die Meinung von Schülern nicht immer der von Eltern gleichgestellt. Ein gleichwertiges Stimmrecht für Schüler in Schulkonferenzen sei ebenfalls nicht durchgängig garantiert.
Krüger sieht in fehlenden gesetzlichen Regelungen Verstöße gegen die UN-Kinderrechtskonvention. «Kinder und Jugendliche haben bisher häufig nicht die Möglichkeit, ihre Meinung kundzutun, so dass ihre Perspektive keine Beachtung findet», ergänzte er. Sowohl der Bund, aber insbesondere auch die Bundesländer müssten da nachbessern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 13. März 2019 10:10 Uhr

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