Knapp 40 Prozent der Polizeianwärter aus Einwandererfamilien

Knapp 40 Prozent der Polizeianwärter aus Einwandererfamilien

Die Hauptstadt-Polizei hat nach einer neuen Studie bundesweit den höchsten Anteil von Auszubildenden aus Einwandererfamilien.

Berliner Polizeiakademie

© dpa

Für den mittleren Dienst waren es demnach knapp 40 Prozent, wie aus einer am Dienstag (12. Februar 2019) veröffentlichten Analyse des Mediendienstes Integration hervorgeht. Erfasst wurden die Daten aus elf Bundesländern. Die Daten seien aber nur bedingt vergleichbar, hieß es. In sechs dieser Länder gibt es nur den gehobenen Dienst.
Die Berliner Polizei habe im Jahr 2010 die Anforderungen für Bewerber angepasst, und so Erleichterungen für Migranten geschaffen, hieß es. So seien interkulturelle Kompetenzen und Kenntnisse einer «Bedarfssprache» in das Testverfahren aufgenommen worden. So sei der Anteil von Bewerbern mit Migrationshintergrund in den zurückliegenden Jahren stetig gesteigert worden. 2010 lag der Anteil dieser Bewerber noch bei knapp 16 Prozent, 2018 war er mit 36 Prozent mehr als doppelt so hoch.
Auf Berufsmessen und Informationsveranstaltungen setze die Polizei Kollegen mit Migrationshintergrund ein, die als Vorbilder fungieren sollen, führte die Studie weiter aus. Auch bei Fotos und Videos werde darauf geachtet, dass die Vielfalt in der Belegschaft abgebildet werde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. Februar 2019 14:46 Uhr

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