Landessportbund liebäugelt mit Olympia 2036 in Berlin

Landessportbund liebäugelt mit Olympia 2036 in Berlin

Eine mögliche Bewerbung für 2032 sei «sehr knapp», sagte LSB-Präsident Thomas Härtel dem «Tagesspiegel» (03. Februar 2019). Eine Kandidatur für Sommerspiele in 18 Jahren bezeichnete er hingegen als «interessant».

Olympiastadion in Berlin

© dpa

Die Olympischen Ringe über dem Eingang des Olympiastadions.

«Eine Kandidatur Berlins 100 Jahre nach den Propagandaspielen wäre natürlich eine sehr sensible Herausforderung. Aber warum nicht», sagte Härtel. Wenn man in «angemessener Weise» vermitteln könnte, dass Deutschland «ein weltoffenes und demokratisches Land» sei, «sollten wir den Mut haben, den Wunsch einer Bewerbung für 2036 an den Bürger heranzutragen».
Für einen möglichen Bewerbungsprozess forderte der LSB-Chef vom Deutschen Olympischen Sportbund, dass es «keinen nationalen Bewerberstreit» geben dürfe. An Rhein und Ruhr gibt es derzeit Pläne für eine Kandidatur für 2032.
Zuletzt war die Bewerbung Hamburgs um die Spiele 2024 in einer Volksabstimmung gescheitert. Es dürfe nicht erst kurz vor einem Votum «über die Frage der Finanzierung der Sportinfrastruktur gestritten werden», sagte Härtel über die Lehren. Auch Münchens Kandidatur um die Winterspiele 2022 war von den Bürgern abgelehnt worden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 4. Februar 2019 08:07 Uhr

Weitere Meldungen