DDR-Oppositioneller: U5-Ausbau als «Freiheitslinie»

DDR-Oppositioneller: U5-Ausbau als «Freiheitslinie»

Der frühere DDR-Oppositionelle Tom Sello hat vorgeschlagen, die verlängerte Berliner U-Bahnlinie 5 künftig «Freiheitslinie» zu nennen. Die Linie führe an symbolischen Orten vorbei, an denen Berliner für Freiheit und Demokratie kämpften, sagte der Beauftragte für die Aufarbeitung der SED-Diktatur am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Er nannte die einstige Stasi-Zentrale in Lichtenberg, die Karl-Marx-Allee, den Alexanderplatz, das Rote Rathaus, das Brandenburger Tor und den Bundestag.

In den künftigen U-Bahnhöfen sollte an den Freiheitskampf erinnert werden, so Sello. Die SED-Diktatur sei vor 30 Jahren durch eine Friedliche Revolution überwunden worden. Diese Freiheitstradition könnte somit im Stadtbild lebendig erhalten bleiben.
Die neue U-Bahn-Strecke vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor soll Ende 2020 fertig sein. Das 2,2 Kilometer langen Stück verbindet dann die von Hönow im Osten kommende Linie U5 mit der «Kanzler-U-Bahn» U55 zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 24. Januar 2019 18:20 Uhr

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