Polizeischüler: Erstmal Deutsch statt Englisch lernen

Polizeischüler: Erstmal Deutsch statt Englisch lernen

Berlins Polizeischüler sollen künftig weniger Englisch- und dafür mehr Deutschunterricht erhalten. Das kündigte die neue Leiterin der sogenannten Polizeiakademie, Tanja Knapp, am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses an. «In der Hauptstadt ist es natürlich sinnvoll, dass man bei vielen Touristen auch Englisch sprechen kann. Wenn aber die Grundvoraussetzungen in Deutsch noch nicht so gut sind, ist eine Konzentration auf Deutsch angezeigt.» Das soll voraussichtlich zum 1. März 2019 umgesetzt werden.

Tanja Knapp

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Tanja Knapp spricht bei einer Pressekonferenz in Berlin zu den Journalisten. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Knapp sagte, es gebe bei vielen Polizei-Azubis «grundsätzliche Schwierigkeiten im sprachlichen Bereich (...) bei Rechtschreibung, Zeichensetzung und beim schriftlichen Verfassen von Texten. Und es ist nicht ganz einfach, das zu kompensieren in der Ausbildungszeit».
An der sogenannten Polizeiakademie werden fast 2500 junge Nachwuchspolizisten von 230 Lehrern und Dozenten ausgebildet. Sehr viele haben einen Migrationshintergrund, es gibt ganz verschiedene Schulabschlüsse. Allein für den mittleren Dienst der uniformierten Schutzpolizei sind 1400 Auszubildende in 56 Klassen registriert. Zuletzt potenzierten sich die Probleme wie Lehrermangel, häufiger Unterrichtsausfall und fehlende Disziplin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 26. November 2018 12:30 Uhr

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