Familienministerin Spiegel mit Baby bei Bundesratssitzung

Familienministerin Spiegel mit Baby bei Bundesratssitzung

Mit Baby im Bundesrat: Die rheinland-pfälzische Familien- und Frauenministerin Anne Spiegel (Grüne) hat am Freitag ihre kleine Tochter in die Berliner Länderkammer mitgebracht. «Für mich gehören Familie und Beruf zusammen», sagte die vierfache Mutter. Kinder müssten notfalls auch mal mit zur Arbeit gebracht werden können. «Es liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns, und es muss sich noch einiges in den Köpfen ändern», damit dies für alle Familien öfter möglich werde.

Anne Spiegel

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Anne Spiegel (Die Grünen)schiebt ihren Kinderwagen über den Flur. Foto: Jens Büttner

«Als Familien- und Frauenministerin liegt mir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders am Herzen», sagte die Ministerin. Ein zeitintensiver Beruf dürfe nicht dazu führen, dass die betroffenen Mütter und Väter ihre Kinder praktisch nicht mehr sehen könnten.
Am Rednerpult hatte die Ministerin ihre sechs Monate alte Tochter nicht dabei. Sie sprach über den Gesetzentwurf, der die Einführung der Geschlechtsangabe «divers» im Geburtenregister vorsieht. Dieser reiche nicht weit genug, kritisierte Spiegel. Die Option «divers» solle auch denen offenstehen, die sich zwar biologisch dem weiblichen oder männlichen Geschlecht zuordnen ließen, sich in ihrer Identität aber weder dem weiblichen noch dem männlichen Geschlecht zugehörig fühlten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 19. Oktober 2018 13:40 Uhr

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