Borkenkäfer schädigt Berliner Stadtgrün

Borkenkäfer schädigt Berliner Stadtgrün

Die Berliner Wälder sind gut gegen den Borkenkäfer gerüstet - in der Stadt nimmt der Schädling dagegen zu.

Borkenkäfer krabbelt über Holz.

© dpa

Ein Borkenkäfer krabbelt über Holz. Foto: Roland Weihrauch/Archiv

«Der Schädling ist eher ein Problem für das öffentliche und private Stadtgrün», sagt Barbara Jäckel vom Pflanzenschutzamt Berlin. Straßenbäume, Bäume in Parks und Gärten oder in der Nähe von Baustellen sind durch die anhaltende Hitze und Trockenheit in Stress geraten. Durch Wassermangel werden sie anfälliger für den Befall durch Borkenkäfer und können sich selbst weniger vor dem Schädling schützen.
Die Berliner Forsten bestünden vorwiegend aus Mischwald, in dem der Borkenkäfer weniger Chancen habe, sich stark auszubreiten. «Und durch den hohen Grundwasserspiegel an Spree und Havel haben die Bäume auch in einem trockenen Sommer wie diesem genügend Zugang zu Wasser», so Jäckel. «Erst wenn es auch im Herbst und im Winter keinen anhaltenden Regen gibt, kann es im kommenden Jahr zu größeren Schädigungen kommen», so Jäckel.
Fichten seien in Berlin generell kein Thema. Aber da es für verschiedene Baumarten auch verschiedene Borkenkäfer gibt - der Eichensplintkäfer geht auf besagte Eichen, der Holzbohrer auf Obstbäume, Kupferstecher und Waldgärtner auf Nadelbäume - sind nicht nur Fichtenwälder von den Schädlingen betroffen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 6. Oktober 2018 18:28 Uhr

Weitere Meldungen