Checkpoint Charlie: Rasche Lösung gefordert

Checkpoint Charlie: Rasche Lösung gefordert

Eine Initiative um die früheren Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen (CDU) und Walter Momper (SPD) hat eine rasche Neugestaltung des Checkpoint Charlie gefordert. Der Senat müsse die «unwürdige Situation» am ehemaligen Grenzübergang schnellstmöglich beenden, verlangte der Verein «Museum am Checkpoint Charlie JETZT» am Freitag.

Initiative "Museum am Checkpoint Charlie JETZT"

© dpa

Eberhard Diepgen (l) (CDU) bei der Pressekonferenz der Initiative "Museum am Checkpoint Charlie JETZT" teil. Foto: Jens Büttner

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen will zusammen mit dem Investor Trockland den Checkpoint Charlie neu gestalten. Experten befürchten, dass der historische Ort zu einem reinen Renditeobjekt werden könnte.
Die Initiative fordert die Einrichtung einer Erinnerungsstätte an dem ehemaligen Grenzübergang. Würde sich der Beginn der Neugestaltung länger hinziehen, könnte der Investor abspringen, die Einrichtung eines Museums wäre für Jahre verschoben, warnte Ex-Regierungschef Diepgen. Zu der Initiative zählt außerdem der ehemalige US-Botschafter John Kornblum, der zugleich Berater bei dem Investor ist.
Der Checkpoint Charlie war während der Teilung Berlins Grenzübergang für Diplomaten und Ausländer. Nach dem Mauerbau 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Heute lassen sich hier Touristen mit falschen Soldaten fotografieren. Am 7. August präsentierte ein Gutachtergremium Empfehlungen zur Bebauung des Areals. Diese sollen als Grundlage für weitere Diskussionen dienen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Oktober 2018 15:40 Uhr

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