Rechte und Gegendemonstranten am Berliner Hauptbahnhof

Rechte und Gegendemonstranten am Berliner Hauptbahnhof

Zum Tag der Deutschen Einheit sind am Mittwoch Demonstranten am Berliner Hauptbahnhof verbal aneinander geraten. Mehr als 1000 Teilnehmer einer von Rechtspopulisten angemeldeten Demo versammelten sich nach Angaben der Polizei, darunter waren viele Neonazis. Einige Hundert Gegendemonstranten standen der Gruppe gegenüber, die Polizei hielt beide Lager unter anderem durch Absperrgitter auseinander, die Stimmung war teils aggressiv. Auch Pressevertreter waren zahlreich vor Ort.

Protest gegen Nazi-Aufmarsch

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Ein Mann hält ein Banner mit der englischen Aufschrift «Wir sind viele, Berlin gegen Nazis». Foto: Christoph Soeder

Bei dem rechtspopulistischen Protest der Gruppierung «Wir für Deutschland» waren viele Deutschlandfahnen zu sehen, Sprechchöre riefen «Merkel muss weg». Die Teilnehmer wollten am Nachmittag Richtung Chausseestraße und Torstraße ziehen und wieder zurück. Eine zweite Demonstration meldete die Initiative für 17.30 Uhr vom Alexanderplatz über die Frankfurter Allee bis zum S-Bahnhof Warschauer Straße an.
Auf der Gegenseite hatten die Teilnehmer Schilder mit der Aufschrift «Mehr Respekt und Toleranz» oder «Refugees Welcome» dabei. Es waren eine ganze Reihe von Veranstaltungen angemeldet. Anwohner planten etwa eine Kundgebung am Pappelplatz an der Invalidenstraße. Am frühen Abend war ein Konzert am Mauerpark geplant, danach soll es dort ab 19.30 Uhr eine Demonstration gegen die Einheitsfeiern geben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 3. Oktober 2018 15:50 Uhr

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