Veranstalter von Mauer-Projekt zu Verschiebung bereit

Veranstalter von Mauer-Projekt zu Verschiebung bereit

Die Veranstalter des umstrittenen Kunstprojekts "Dau" mit dem Wiederaufbau einer Mauer in Berlin halten einen späteren Zeitpunkt für möglich.

Mauer- und Kunstprojekt "Dau"

© dpa

Ein Schild mit der Aufschrift "Dau" führt in den Schinkel Pavillon, wo das Kunstprojekt "DAU" vorgestellt wurde.

Dafür müsste allerdings erst ein für alle Beteiligten machbares Zeitfenster festgelegt werden, schrieben die Berliner Festspiele am Freitag (28. September 2018) auf ihrer Homepage. Das Projekt des russischen Filmemachers Ilja Khrshanowski hatte eigentlich bereits am 14. Oktober starten sollen. Die Berliner Behörden hatten jedoch in der vergangenen Woche die Genehmigung verweigert, weil ihren Angaben zufolge die Zeit für die Prüfung der Sicherheitsfragen zu kurz war. Normalerweise sei ein Jahr für Veranstaltungen dieser Größenordnung nötig, hieß es.

Projekts DAU Freiheit in Berlin weiter möglich

Zunächst sah es so aus, als würde das Projekt in Berlin nun ganz gekippt, weil es nicht mehr wie geplant als Auftakt zu zwei Folgeveranstaltungen in Paris (November) und London (Anfang 2019) möglich war. Nun stellten die Verantwortlichen klar: «Für eine Wiederaufnahme des Projekts DAU Freiheit in Berlin stehen die Berliner Festspiele zur Verfügung.» Zu den Betreibern der geplanten Spielorte seien bereits gute Kontakte entstanden.

Diktatorisches Regime erfahrbar machen

Bei dem Vorhaben soll ein ganzes Häuserkarree am Boulevard Unter den Linden mit einer Betonmauer abgeriegelt werden, um für Besucher des Areals ein diktatorisches Regime erfahrbar zu machen.
Dau Freiheit
© Orlova

«Dau Freiheit»: Mauer- und Kunstprojekt

Das Kunstprojekt «Dau Freiheit» des russisches Filmemachers Ilya Khrzhanovsky wollte Diktatur erlebbar machen und ein ganzes Straßenviertel am Boulevard Unter den Linden mit einer Mauer einschließen. mehr

Rettungswesten am Konzerthaus
© dpa

Kunstaktionen im öffentlichen Raum

Rettungswesten am Konzerthaus, ein Mauer aus Aktenordnern oder Panzersperren am Brandenburger Tor: Fotos von Kunstaktionen im öffentlichen Raum in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 1. Oktober 2018 09:13 Uhr

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