Hersteller muss bei neuen Polizei-Dienstwaffen nachbessern

Hersteller muss bei neuen Polizei-Dienstwaffen nachbessern

Nach Problemen mit neuen Dienstwaffen bei der Berliner Polizei hat der Hersteller Nachbesserungen angekündigt. «Eine erste Prüfung der bemängelten Pistolen aus der ersten Charge ergab, dass bei den betroffenen Pistolen eine Nachjustierung der Visiereinrichtung erforderlich ist», erklärte das Unternehmen Heckler & Koch am Freitag. Man werde «diese Korrektur gründlich und schnell vornehmen».

Polizistin mit Dienstwaffe

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Eine Polizistin hält ihre Dienstwaffe des Herstellers Heckler & Koch in den Händen. Foto: Peter Kneffel/Archiv

Die Berliner Polizei hat nach Angaben eines Sprechers bislang 1500 von insgesamt 24 000 bestellten Pistolen erhalten. Bei der standardmäßigen Überprüfung vor der Ausgabe neuer Waffen habe sich in einigen Fällen eine mangelnde Treffgenauigkeit gezeigt, sagte der Polizeisprecher. Wie viele Waffen die Polizei beanstandete, war nicht zu erfahren.
Der Hersteller könne die Visiereinrichtung bei den bereits ausgelieferten Waffen schnell nachbessern, hieß es bei der Polizei weiter. Die Auslieferung der nächsten Chargen werde sich nicht verzögern. Bisher sind 36 Beamten mit neuen - überprüften und voll funktionsfähigen - Pistolen im Einsatz. Bis alle Waffen ausgegeben sind, werde es wohl mehrere Monate dauern, sagte der Sprecher.
Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte im Januar als Reaktion auf den Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt angekündigt, die Polizei mit neuen Schutzwesten, Waffen und Helmen aufzurüsten. 45 Millionen Euro sollten für das laufende Jahr in die Hand genommen werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. Juli 2018 18:30 Uhr

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