Roggen an der Berliner Mauer geerntet

Roggen an der Berliner Mauer geerntet

Auf dem früheren Todesstreifen der Berliner Mauer ist am Dienstagvormittag das Roggenfeld abgeerntet worden. «Mit dieser symbolischen Aktion an der Kapelle der Versöhnung setzen wir ein Zeichen für das Leben», sagte Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer. So wolle man die «Angst und Gewalt dieses historischen Ortes» überwinden. Aus dem Korn des rund einen halben Hektar großen Feldes sollen unter anderem Brot und Oblaten für das Abendmahl in der Kapelle gebacken werden.

Roggenernte in Berlin

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Zwei Männer ernten auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer mit einem Mähdrescher ein Roggenfeld. Foto: D. Bockwoldt/Archiv

Im Mauerabschnitt an der Bernauer Straße in Mitte wird bereits seit 13 Jahren Korn angebaut. Um Aussaat, Pflege und Ernte kümmert sich die lebenswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität. Seit 2011 ist das Roggenfeld ein fester Bestandteil der Gedenkstätte Berliner Mauer.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. Juli 2018 13:40 Uhr

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