Mehrheit der Berliner für solidarisches Grundeinkommen

Mehrheit der Berliner für solidarisches Grundeinkommen

Eine Mehrheit der Berliner steht der Idee eines solidarischen Grundeinkommens offen gegenüber und befürwortet Veränderungen des Sozialsystems. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der «Berliner Zeitung». Wie das Blatt am Montag berichtete, halten 62 Prozent der Befragten einen steuerfinanzierten Arbeitsmarkt mit Jobs auf Mindestlohnniveau für sinnvoll.

Michael Müller

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Bürgermeister Michael Müller (SPD) spricht auf einer Pressekonferenz im Roten Rathaus. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Ein solches solidarisches Grundeinkommen hatte Berlins Regierungschef Michael Müller (SPD) vorgeschlagen. Es soll dabei helfen, Hartz IV zu überwinden und mehr Menschen in eine Beschäftigung zu bringen. Das solidarische Grundeinkommen ist von der Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens zu unterscheiden, das jeder unabhängig von seiner wirtschaftlichen Lage und ohne Gegenleistung erhalten soll.
Laut Umfrage der «Berliner Zeitung» bezeichnen 58 Prozent der Befragten die Hartz IV-Reformen als gescheitert, nur 28 Prozent sehen sie als Erfolg. Vor allem Anhänger der AfD (82 Prozent) und der Linken (72 Prozent) stehen Hartz IV kritisch gegenüber. Nur unter den jüngeren Berlinern (18 bis 29 Jahre) bewertet eine Mehrheit (46 Prozent) Hartz IV als positiv, 37 Prozent lehnen es ab.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 30. April 2018 11:10 Uhr

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