Grüne wollen Kreuzungen sicherer machen

Drei Wochen nach einem tödlichen Radunfall fordern Grünen-Politiker im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg eine Untersuchung von weiteren möglicherweise gefährlichen Kreuzungen. Die Fraktion hat in der Bezirksverordnetenversammlung einen entsprechenden Antrag eingebracht, wie sie am Dienstag mitteilte. Prüfen müsse man das Gefahrenpotenzial von Kreuzungen, an denen die Spur des Kraftverkehrs für eine Radler-Spur verengt wird.
Mahnwache für verstorbene Radfahrerin
Teilnehmer an einer Mahnwache für die getötete Radfahrerin in Berlin. Foto: Paul Zinken/Archiv © dpa

Eine vorgezogene Haltefläche für Radfahrer wie am Ort des tödlichen Unfalls bringe zum Beispiel nichts, wenn ein Lastwagen wegen der Fahrbahnverengung noch einen Teil des Radstreifens mitbenutzen müsse oder wenn Radfahrer dort nicht im Sichtfeld der Lkw-Fahrer seien, so die Grünen. Um Gefahren zu verringern, wurden unter anderem verlängerte vorgezogene Halteflächen für Räder sowie getrennte Ampelschaltungen für den motorisierten Verkehr und für Radler vorgeschlagen. «Wo all das nicht möglich ist, sollte der Verkehr von Schwerlastern untersagt werden.»

Am 23. Januar war eine 52 Jahre alte Radfahrerin an der Kreuzung von Kolonnenstraße und Hauptstraße in Schöneberg von einem abbiegenden Lastwagen angefahren und getötet worden. Diese Kreuzung soll den Angaben zufolge nach dem Ende der Frostperiode geändert werden, so dass für Autos noch eine der zwei Fahrspuren bleibt, der Radweg soll breiter werden.

Quelle: dpa
Aktualisierung: Dienstag, 13. Februar 2018 17:30 Uhr

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