SPD-Abgeordnete nach Krisensitzung: Fraktion braucht Zeit

SPD-Abgeordnete nach Krisensitzung: Fraktion braucht Zeit

Nach der heftigen Kritik am Berliner SPD-Fraktionschef Raed Saleh will sich die Fraktion bis Januar Zeit geben, um wieder zueinander zu finden. Nach einer sechsstündigen Krisensitzung am Dienstagabend brachten manche einen Mediator als Möglichkeit ins Spiel. Mehrere Genossen forderten, Saleh müsse sich hinter Berlins Regierenden Bürgermeister Michael Müller stellen. Konkrete Ergebnisse brachte die Krisensitzung nicht.

Raed Saleh

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Raed Saleh. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

In einem Brief hatten sich 14 der 38 SPD-Parlamentarier im Abgeordnetenhaus über Arbeit und Führungsstil ihres Vorsitzenden beklagt. «Es wurde einmütig anerkannt, dass es eine Reihe von Punkten aus diesem Brief gibt, die behandelt werden müssen», sagte der Abgeordnete Frank Zimmermann nach der Debatte.
Dazu müsse zunächst ein Verfahren vorbereitet werden. Dann würden sie sich auf der Fraktionsklausur im Januar damit ausführlich beschäftigen, erklärte Zimmermannn. Es sei auch die Erwartung an Saleh geäußert worden, dem Eindruck entgegenzutreten, dass es eine Gegnerschaft zu Müller gebe. Nach der Krisensitzung sagte Saleh, Müller sei «der richtige Mann an der richtigen Stelle».

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 14. November 2017 22:50 Uhr

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