Gedenken an Erschießung von erstem NS-Kriegsdienstverweigerer

Gedenken an Erschießung von erstem NS-Kriegsdienstverweigerer

In der Gedenkstätte Sachsenhausen ist am Dienstagabend an den ersten von den Nationalsozialisten hingerichteten Kriegsdienstverweigerer erinnert worden. Der 29-jährige August Dickmann aus Dinslaken war vor 75 Jahren im damaligen Konzentrationslager vor den Augen aller Häftlinge auf dem Appellplatz erschossen worden. Die Gedenkfeier richtete die Gedenkstätte Sachsenhausen gemeinsam mit der Religionsgemeinschaft Zeugen Jehovas aus, der Dickmann angehörte.

Gedenkstein in der Gedenkstätte Sachsenhausen für August Dickmann

© dpa

Blick auf den Gedenkstein für August Dickmann. Foto: Marion van der Kraats/Archiv

Deutsche und ausländische Zeitungen berichteten nach Angaben der Gedenkstätte seinerzeit über die Hinrichtung. Im gleichen Zeitraum hätten die Nazis weitere Kriegsdienstverweigerer ermordet, die zuvor in das Konzentrationslager nahe der Reichshauptstadt Berlin verschleppt worden seien.
Heute erinnert ein Gedenkstein an die Hinrichtung Dickmanns. Er hatte den Wehrdienst aus religiösen Gründen verweigert. Der Stein wurde 1999 zu seinem 60. Todestag in der Gedenkstätte Sachsenhausen aufgestellt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 16. September 2014 19:23 Uhr

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